Hat Ihre Firma eine e-Image?  

teslaHotelIch habe mir am 1. April um sechs Uhr in der Früh, 10 Minuten nachdem das Model 3 von Tesla zum ersten Mal über einen Livestream aus Los Angeles „der Welt“ gezeigt wurde, dieses vieldiskutierte Auto bestellt. Name, Kreditkartennummer, Country und Enter … nach kurzer Zeit war die Bestätigung in der Box.

Seitdem habe ich ein paar interessante Kommentare und Meinungen zu hören bekommen.

Die Batterie zu erzeugen braucht viel zu viel Strom und das Recycling sei auch nicht umweltfreundlich… Worauf ich gerne damit antworte, dass all die anderen Autos auf den Bäumen wachsen und die Verschrottung von herkömmlichen Fahrzeugen über einen Verdunstungsprozess abläuft. Außerdem benötigt ein Elektroauto nicht mehr Strom als ein „Dieselsaurier“, weil die Herstellung und die Logistik von 8 Liter Diesel bereits soviel Strom benötigt, wie ein gutes eCar auf 100km verbraucht, wenn man nicht ohnehin den sauberen und „kostenlosen Strom“ von der Sonne liefern lässt.

Neben den Freunden der herkömmlichen Autos gibt es jedoch auch an eTec interessierte Menschen. So haben einige meiner Kunden und Freunde bereits am nächsten Tag eine Testfahrt mit mir reserviert, wenngleich das Model 3 (nur) ein Mittelklassewagen sein wird. Kurzum, es gibt Gegner und Befürworter, Enthusiasten und solche, die bevorzugterweise am Gewohnten festhalten. Egal. Ich schreibe diesen Beitrag vor dem Hintergrund meiner Tätigkeit als Berater. In meinem 1h-Vortrag über „Kunden begeistern, begeistert Mitarbeiter“ habe ich speziell für die Hotellerie, Gastro und Handel einige Chancen  dieser Entwicklung eingearbeitet, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

  1. Eine von Tesla geförderte Ladestation – Destination Charging – für Tesla-Fahrer ist vorerst nur ein spezieller Service für die Kunden, die während des Aufenthaltes im Hotel, Shop oder Restaurant ihr Auto laden können.
  2. Dass diese Kunden ausreichend Zeit haben Ihr Angebot stressloser zu konsumieren, ergibt sich aus der Ladezeit.
  3. Schöne, funktionierende und ausreichend Ladestationen in der Tiefgarage oder auf dem Parkplatz anzubieten ermöglicht desweiteren die Kommunikation darüber. In der klassischen Werbung und vor allen Dingen auf den social media Kanälen, darin in den einschlägigen Gruppen und Firmenseiten von Tesla. Man spricht zumindest für die nächsten 2 Jahre ein technikaffines und zum Teil wohlhabendes Publikum an.
  4. Einen Tesla-Abend an der Hotelbar oder einen Stammtisch im Restaurant anzubieten, verankert Ihren Betrieb mit dem Image des Fortschrittes, des first movers.
  5. Und was spricht gegen einen Tesla-Cocktail oder ein Model-3-Gang-Menü  ;-? Einfach des Spieles mit den Kunden wegen. Es begeistert die Gäste und zugleich die Mitarbeiter, wenn Stimmung, small talk und gemeinsames Interesse aufkommt. Die Geschichten, die man dabei hören wird, liefern guten Stoff für die Storyteller Ihres Blogs oder die Posting in Ihren digitalen Kanälen.
Es ist unerheblich, ob Sie dann 3 oder 10 oder 100 Tesla-Fahrer als Kunde empfangen. Selbst das positive Signal wirkt auch auf viele der anderen Kunden und das e-Image, wie ich es neuerdings nenne, wird dem Image Ihres Unternehmens zusätzlichen Charme verleihen. Die interessierten Ihrer Mitarbeiter werden erleben, wie Kunden zu begeistern, mit ihnen zu „spielen“ rückwirkt auf die Stimmung im Team.

 

TIPP:

Vielleicht nur zwei Jahre wird dieser Hype die Möglichkeit bieten Ihre Servicekompetenz auf dieser Welle zu präsentieren. Achten Sie dabei, dass Sie Ihre Kernkompetenz dadurch nicht vernachlässigen. Free WLAN war vor 10 Jahren eine Novität, heute in der Regel eine Basisleistung, die sowieso erwartet wird. Vielleicht geht die Entwicklung mit eCars genau so schnell.

Erarbeiten Sie ein kleines Tesla- oder eCar-Ladestationen- und Angebots-Konzept für Ihr Unternehmen. Jetzt. 24 Monate sind schneller vorbei, als Sie vermuten.

Stefan Schranz