Neujahrsbrief 2018

7 Gedanken zum Jahresstart
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 1. MEINE HEMAT: Vor 50 Jahren war die Fisser Schiliftgesellschaft ein kleines Start-up-Unternehmen. Den Begriff gab es halt noch nicht, aber das Engagement war bestimmt so groß, wie bei den mutigen Start-Ups von heute. Daraus entwickelte sich die Bergbahn Fiss-Ladis. Heute zählt das gemeinsame Skigebiet mit Serfaus rd. 1,7 Mio. Skierdays (Gästeeintritte), der zehntgrößte „Ski-Player“ der Welt, ca. 800 direkte Mitarbeiter/innen (am Berg rd. 2.000 zu Spitzenzeiten inkl. Skischulen) und zwei starke Saisonen.
Das große Ganze und die zukunftsfähigkeit der Betriebe und der Orte stand und steht immer im Vordergrund. Seit 28 Jahren darf ich als Aufsichtsrat einen Beitrag dazu leisten. Was mich stets besonders interessiert hat, waren die Serviceleistungen, die, wie wir aus vielen Feedbacks entnehmen dürfen, recht gut gelingen. Seit Jahren rangieren wir unter den top 3 von 44 bekannten Skigebieten im gesamten Alpenraum. Ein Rückblick >

2. INNOVATION & SERVICE: out of the box denken – „Was wäre wenn … man zB das Auto neu denken würde. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, sieht die individuelle Mobilität schwinden, wie die SN vom 28. Dez. schreibt. Ich vermute, er ziert sich der Mode wegen ein wenig im grünen Mainstream. Auch Carsharing ist für viele Benutzer mE nur eine Zwischenlösung. Warum? Menschen wollen von A nach D fahren und nicht auf B und C den nächsten zeitverzögerten Anschluss abwarten, insbesonders im nichtstädtischen Bereich. Außerdem ist das Interieur eines Autos auch gewissermaßen ein privater Raum. Ein Ort, an dem man sich in gewohnter Umgebung wohlfühlen möchte. Einen wagemutigen Ansatz zeigt das Architekturstudio Oiio aus New York, in dem Kabinen das klassische Auto ersetzen könnten. So denken Innovatoren, die „Service“ im Kopf haben und sich manchmal out of the box begeben.

Out of the box sollten wir uns alle jetzt am Start des neuen Jahres begeben.  … einmal für ein bis zwei Tage außerhalb der eigenen Branche und des eigenen Alltages hinausdenken, um sich von dort neue, andere und spannendere Impulse zu holen.

3. ARBEIT: Ich schlage vor, dass wir wieder mehr über Arbeit sprechen sollten. Über die innovative Organisation von Arbeit, die nicht zwangsläufig mit der Modewelle, dass sich ganze Teams selbst organisieren, wenn man sie nur lässt, einhergeht. Und auch die Pflicht, die Arbeit so zu verrichten, dass sie der berechtigten Erwartung von Seiten des Auftraggebers oder Kunden entspricht, darf thematisiert werden, auch wenn das nicht immer spaßig ist.
Die mE zu stark geführte Diskussion über „work life balance“ und das  „Bedingungslose Grundeinkommen“ (BGE) führt sehr wahrscheinlich dazu, dass wir vielen Menschen das Erlebnis von Erfolg, Lust auf Gestaltung und „Flow“ verwehren. Flow entsteht nicht an der Oberfläche. Dafür braucht es schon Engagement, Aktivität und Verantwortung.

4. POLITIK: In Anbetracht der fragwürdigen Glyphosat-Entscheidung, des neuerlichen Hochfahrens der Atomkraftwerke in Japan und der völlig unzweckmäßigen Überregulierung in vielen Lebens- und Wirtschaftsbereichen, muß man fragen: Wie kann es passieren, dass einige Entscheidungsträger dermaßen viel Bullshit verursachen dürfen?
… deshalb muss das System der Politik und Interessensvertreter einen Innovationsschub andenken, der vor allen Dingen das Wirkungsrecht der Politiker und Entscheider an Bedingungen knüpft, die über das „Gewähltwordensein“ hinausgeht, denn Demokratie ist auch, wenn man Inkompetenz vor dem politischen Ablaufdatum, das zB durch eine Legislaturperiode gekennzeichnet wird, außer Kraft setzen kann.

5. SERVICE & DIENSTLEISTUNG: Ein Beitrag über „Service, Storytelling, Mitarbeitermotivation und Markenkern“, den ich im Laufe des Jahres ´17 mit einigen meiner Kunden im Rahmen von Seminaren und Workshops diskutieren durfte, scheint mir hier eine Wiederholung Wert zu sein. Dazu der Blog:  „Was wir vom Seefelder Wildragout aus Ungarn lernen können“  Go > schranz.blog

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6. TECHNIK: Die Innovationen in der Digitalisierung und in der Mobilität kommen maßgeblich aus Amerika und aus Fernost. Und das oft unter Federführung deutscher Ingenieure. Dort können sie, zuhause lässt man sie nicht, wie Mario Herger aus Silicon Valley schreibt.
Bleibt zu hoffen, dass die „Diesel-Manager“  zumindest wissen, dass rund um Europa bislang über 80 Milliarden Dollar für die Entwicklung autonomer Autos investiert wurden.
Bleibt die Frage: Was könnte dieser Paradigmenwechsel für uns bedeuten. In 5 oder 10 Jahren, unabhängig in welcher Branche wir tätig sind! Viele meiner Kunden werden direkt oder indirekt mehr davon betroffen sein, als sie heute vermuten.

7. Vielleicht wird für viele von uns rund um 2018 eine der schönsten aller Zeiten gewesen sein. Das werden wir alle erst aus der fernen Zukunft beurteilen können. Und mit Gewissheit sehr unterschiedlich. Je nachdem, was wir im neuen Jahr denken und machen, erleben und wem wir begegnen. Wie wir also dann zurückblicken, entscheiden wir alle auf unterschiedliche Weise. Jetzt, am Beginn dieses neuen Jahres, für das ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und Glück wünsche.

Stefan

 

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