Die nächsten Wochen: „Stagile Organisation“ #103

Die „Stagile Organisation“ ist wie Jazz. Zuerst die Noten schwarz auf weiß, dann das agile Spiel. … so hab ich die Preservation Hall in News Orleans erlebt. Solche Konzerte sind eine geniale Blaupause für die „stagile Organisation“.

Es war Sonntag, der 15. März dieses Jahres. Tirol hat de facto eine Ausgangssperre verhängt. Über Nacht hat sich unsere Welt verändert. Organisatorisch waren die folgenden Tage für alle eine nie erprobte Situation. Entscheidungen mussten zumeist auf Basis von bestem Wissen und Gewissen schnell gefällt werden. Fakten und Prozederes waren für diesen Fall kaum zur Hand. Der Rest ist Geschichte, während am 3. Nov. „Lockdown 2“ in Kraft trat.

Zwischenzeitlich hat man mehr Erfahrung im Umgang mit der Pandemie, was dazu führt, dass dem Damoklesschwert zumindest organisatorische Maßnahmen entgegengesetzt werden können. In der Politik gleich wie in den Unternehmen. Die Führungskräfte sind gefordert, verschiedene Szenarien für die nächste Zeit – und vor allen Dingen darüberhinaus – vorzubereiten und, je nach Situation, die richtigen Papiere aus der Schublade zu ziehen oder per Knopfdruck an die Beteiligten und Betroffenen zu senden.

WER hat WAS WANN zu TUN? WIE muss es gemacht werden? Das ist alte, aber bewährte Schule der Organisationsentwicklung, die stabile Strukturen und Prozessabläufe empfiehlt. Was planbar ist, muss schwarz auf weiß geschrieben werden, um sich überhaupt systematisch auf verschiedene Szenarien vorbereiten zu können und zugleich den Mitarbeiter/innen Orientierung, Ansprechpartner und somit Sicherheit zu geben. Onboarding im Sprint zu erledigen, wenn Mitarbeiter abrupt ein- oder umgeschult werden müssen, oder systematische Fehlervermeidung durch das Abarbeiten bewährter Prozesse sind nur zwei von vielen Anlässen, wozu gute Organisation die Voraussetzung bieten kann. Trotzdem müssen wir uns darauf einstellen, dass die Zukunft volatil und unsicher bleiben wird. Hinzu kommt die Komplexität und Ambivalenz vieler Situationen (VUKA).

Ein kostenloser 1-Stunden-Online-Vortrag über die „Stagile Organisation“, inklusive Vorstellung von Methode und Tools findet
am Di., 10.11.2020, um 11 Uhr online statt. Anmeldung – klick hier

Was schnell und flexibel entschieden und an die betroffenen oder beteiligten Mitarbeiter und Kunden kommuniziert werden muss, ist der agile Part der Herausforderung. Auch die Entwicklung von Dienstleistungen, Spezialservices und Produkten kann nur unter Berücksichtigung der Erfahrung vieler Mitarbeiter netzwerkmäßig und hierarchieunabhängig, agil und vor allem mit einem Mindset vollzogen werden, das andere in ihrer Kompetenz klüger sein lässt, als man selber ist.

Die „stagile Organisation“ hat gewissermaßen die Präzision und zugleich den Soul von Jazz, ein Mix aus stabil und agil, aus fix geplant und variabel anpassungsfähig. Ein Mix aus Print und digital, aus face to face und remote. Dieses hybride Format wird uns in den nächsten Monaten intensiv beschäftigen und darüberhinaus erhalten bleiben, was im Rückblick als Entwicklungssprung für die eigene Organisationskompetenz betrachtet werden wird. Mehr Informationsqualität. Weniger Quantität. Schnellere und gezieltere Vermittlung dessen, was relevant ist – mit funktionierenden Tools. „WhatsApp“ und volle Posteingänge in den E-Mail-Konten sowie ausschließlich unkoordinierte Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche, das sei vorab erwähnt, gehören definitiv nicht dazu. Kollaborations- und Videokonferenz-Programme, gutes Daten- und Content-Management sind dagegen unumgänglich.

Viele Führungskräfte praktizieren die Methoden der „stagilen Organisation“, die im Besonderen erst klare Kommunikation, gute Leistung, kreative Entwicklung und teamorientierte Kultur ermöglicht. Und zudem vielleicht Teil zwei der aktuellen Krise etwas beherrschbarer macht.


PRAXIS-TIPP: Vor allen Dingen aber gilt es, jetzt eine „stagile Organisation“ in den Unternehmen auf die Beine zu stellen, sodass der volle Re-start „nach Corona“ gründlich gelingt. Wer sich mit diesem hybriden Organisations-Format die nächsten Wochen beschäftigt, schafft ein nachhaltig besser durchorganisiertes Unternehmen, das dich entlastet und nicht zwingt, stets in allen Bereichen der oder die Beste und der Erste und Letzte im Betrieb sein zu müssen.     

Stefan Schranz

Ein kostenloser 1-Stunden-Online-Vortrag über die „Stagile Organisation“, inklusive Vorstellung von Methode und Tools findet
am Di., 10.11.2020, um 11 Uhr online statt. Anmeldung – klick hier

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