Neujahrsbrief 2023 von Stefan Schranz. #128

Die letzten zwei Jahre haben uns vor neue Fragen gestellt. Viele Fragen, auf die wir nur mühevoll Antworten gefunden haben. Gute, und solche, die nicht funktioniert haben. Die häufigste Frage, die ich aus vielen meiner Unterhaltungen entnehmen konnte, war…

Was zählt? Wirklich?

Die Frage ist alt. Corona hat sie nur stärker an die Oberfläche gespült. Und die Antworten gab es bereits vor dem 15. März 2020. Deshalb darf ich folgende Zeilen aus meinem Neujahrsbrief von 2016 wiederholen:

  • Es geht um das, was zwischen den Menschen passiert.
    Gute Momente, die so nachhaltig beeindrucken, dass man sie Monate später noch erzählt. Emotionen und Stimmungen, die kein Algorithmus in der Feinheit wie viele Menschen sie schaffen, zu erzeugen vermag.
  • Es geht um das, was uns umgibt.
    Ästhetik, auch im Sinne von „reduce to the max“.
    Echtheit, Qualität. Das, was wir sehen, angreifen, essen, tragen.
  • Es geht um mutige, große oder auch kleine Innovationen.
    Technik, Abläufe, Vereinfachungen, Deregulierungen, die, bevor sie von digitalen Maschinen unterstützt werden, erst von Menschen erdacht werden müssen.

Es geht also um Menschen. Deren Gedankenvielfalt. Deren Kreativität.
… nicht nur privat, auch mit Bezug auf die Services, die zwischen Kunden, Gästen und den MitarbeiterInnen geboten werden.

Genuss

Über den Genuss und das Genießen wird viel gesprochen. Genuss ist ein Schlagwort in der Werbung. Deko für unverbindliche Angebote, deren Versprechen nicht immer die Erwartungen erfüllen. Repräsentativ für den Genuss im Allgemeinen möchte ich mit folgenden Zeilen den kulinarischen Genuss im Speziellen als Referenz auch für den Genuss am Leben, den Genuss in der Natur oder auch den Genuss an schönem Design, Architektur, guter Technik und Mode bemühen:

In unserer Kultur bemerken viele Menschen trotz des plötzlichen Auflebens der Gourmetküche kaum, was sie sich in den Mund schieben, und versäumen daher viele Möglichkeiten, sich zu freuen. Um die biologische Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme zu einer flow-Erfahrung zu machen, muß man damit beginnen, dem Aufmerksamkeit zu schenken, was man ißt. Es ist erstaunlich – und entmutigend -, wenn Gäste liebevoll zubereitetes Essen ohne ein Zeichen der Anerkennung hinunterschlingen. Was für eine Mißachtung vielleicht neuer Erfahrungen, welche Unsensibilität! Um einen feinen Gaumen zu entwickeln, muß man wie bei allen anderen Kenntnissen psychische Energie einsetzen. Doch die so verbrauchte Energie wird mehrfach durch eine komplexere Erfahrung wieder wettgemacht. (Quelle: Flow, das Geheimnis des Glücks. S. 156)

Die Feinde der offenen Gesellschaft

Sie mehren sich, die Autokraten, die die liberale Demokratie systematisch verhindern, niederschlagen oder aushebeln. Am Balkan. Am Bosporus. Von Washington der letzen Jahre ganz zu schweigen. Über Rom der nächsten Monate hängt noch ein Damokles-Schwert – lange hält das Bündnis wahrscheinlich nicht. So auch in Jerusalem. London hat´s selbst verbockt. Und der Kreml, Kabul und Teheran scheinen ohnehin nur die Mittel der brutalen Gewalt zu beherrschen. Das ist für uns Geopolitik, die nur bis zur Mattscheibe reicht. Sie erreicht aber auch einige Politiker ganz rechts und ganz links in unseren Politreihen, gewissermaßen als Blaupause, wie´s auch im Kleinen funktionieren kann.
Vorerst beruhigt mich, dass der „radikale Zyniker“, der Austria great again machen wollte, bei der Bundespräsidentschaftswahl mit 5,6% von seinem imaginären Thron – fernab jeglicher Realität – gestoßen wurde.
Demnächst wird wichtig sein, dass bei den künftigen Wahlen die Seinesgleichen und jene, auf der gegenüberliegenden Sphäre mit ihren populistischen Versprechen nicht an die Macht kommen. Also: wehret den Anfängen! Und: Freunde der offenen Gesellschaft, der liberalen Demokratie, die sich an vernünftige rechtsstaatliche Regeln halten, sprecht darüber!

Buchtipp

Ich mag sie, die Bücher, die auf 200 Seiten das unterbringen, wofür andere AutorInnen 600 Seiten verschwenden. Rolf Dobelli, Gründer von Zürich.Minds, hat mehrere dieser kleinen Werke mit großer Wirkung geschrieben.
„Die Kunst des klugen Handelns“ ist eines davon, das ich dir für das neue Jahr gerne empfehle. Darin schreibt er zB auf drei kurzen Seiten: Warum auffällig nicht gleich wichtig ist. Oder: Das Boot, in dem du sitzt, zählt mehr als die Kraft, mit der du ruderst. Übrigens: die kurzen Kapitel eignen sich für das „analoge Einschlafen“, das ich mir zur Gewohnheit gemacht habe.

Zum Schluss – einfach zum Nachdenken

  • Einfach ist einfacher, aber zu einfach funktioniert auch nicht.
    So verhält sich das auch mit weniger ist mehr, denn zu wenig ist nicht sexy.
  • Bei 40 Stunden Work, 2 Stunden täglich für Haushalt und 6 Stunden Schlaf haben wir immer noch 72 Stunden für Life. In dieser Zeit könnte man zB jede Woche mit dem Fahrrad von Bregenz nach Wien und retour fahren, 2000 Seiten lesen und eine Menge Freundschaften pflegen. Ich finde, das ist eine gute Balance.
  • Sind viele der großen Speaker dieser Zeit nicht irgendwie wie die Hofnarren des 17. Jahrhunderts? Unterhalter und Märchenerzähler? Substanz für den echten Alltag gibt es selten auf diesen Showbühnen der Selbstdarsteller. Mehr davon bekommen wir, wenn wir unserem Hausverstand und unserer Intuition folgen.

Dir wünsch ich für das neue Jahr, dass du dein Potenzial in all dem, was für dich wirklich zählt, entfalten kannst. Dass du eintauchst in neue Tiefen des Genusses. Und dass du der offenen Gesellschaft das Wort sprichst.

100.000km Elektro-Auto. #124

Allen Pessimisten der letzten zehn Jahre zum Trotz gibt es immer noch Elektroautos. Immer mehr davon begegnet man auf der Straße. Aber nicht weniger sind die unhaltbaren Argumente geworden.

Dieser Tage bin ich den 100.000sten Km elektrisch gefahren. Selbes Auto. Selbe Batterie. Erster Service bei 94.000km. Einsparung innert drei Jahren – ca. 12.000 Euro. Deshalb möchte ich hier einige Grafiken wiedergeben, die vielleicht den einen oder anderen faktenorientierten Interessenten informieren.

Der Einsatz von Digitalisierung im Mitarbeiter*innen-Onboarding – 5 Gründe, wieso es Sinn macht. #121

Dieser Gastbeitrag entstammt aus dem Blog von hotelkit, Autor: Michael Santner. Das von uns entwickelte System der Stagilen Organisation empfiehlt hotelkit uE als die derzeit beste Kollaborations-APP, um die Kommunikation im Team einfach, schnell und effektiv durchzuführen.

Der Grundstein für Mitarbeiterbindung wird in der Einarbeitungsphase gelegt. Doch nur allzu oft fehlt die Zeit, für eine gründliche Einschulung. Unter unzulänglichem Onboarding im Schnelldurchlauf leiden sowohl die neuen Mitarbeiter*innen als auch die Arbeitsqualität im Betrieb. 5 Gründe, weshalb man gerade deshalb digitale Kommunikations-Tools als Unterstützer im Onboarding einsetzen sollte, präsentieren wir dir hier.

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Drohnenvideo der anderen Art in der Tesla-Gigafactory in Berlin — Der letzte Führerscheinneuling… (Gastbeitrag von Mario Herger) #119

Fabriksvideos der Fertigungsstraßen von Autohersteller gibt es viele, aber dieser Drohnenflug durch die neue Tesla Gigafactory in Berlin ist dann doch – nun ja, wie soll ich sagen? – geil! Aber schau doch selbst! Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

Drohnenvideo der anderen Art in der Tesla-Gigafactory in Berlin — Der letzte Führerscheinneuling…

Digitalisierung der Impfpflicht #118

Wenn das Tragen einer Maske in bestimmten Situationen die große Einschränkung der Freiheit ist, dann weiß ich bei Gott nicht, welche Vorstellung manchen Menschen von Freiheit haben. Die aktuellen Bilder aus der Ukraine müssten reichen, um das, was Freiheit wirklich ausmacht, zu kapieren.

Wie jetzt: FFP2-Maske – wo, wer, wann, wie? Die Impfpflicht wird exekutiert oder ausgesetzt … oder doch nicht, aber …? Verpflichtende Antigen- oder PCR-Tests – kostenlos oder müssen bezahlt werden? Vielleicht ist dann ein gefälschter Test einfacher und billiger? Oder man schwindelt sich einfach an all den Barrieren vorbei. Hinzu kommt, dass der dritte österr. Gesundheitsminister sein Amt aufnimmt, seitdem die Pandemie wütet – nicht zuletzt, weil undifferenzierte Argumente vieler KritikerInnen engagierte Leute aus dem Amt ekeln. Und als Draufgabe werden nun fast alle Regeln aufgehoben.

Ziemlich verwirrend? Ein politischer Wettlauf, der eine vermeintliche Freiheit verspricht ist der falschen Risikofreude geschuldet. Denn Freiheit, die auf Kosten von Gesundheit oder einem potenziell wiederkehrendem Herbstchaos einzahlt, schadet wahrscheinlich in naher Zukunft der Gesellschaft gleich wie der Wirtschaft. Kindern gleich, wie vulnerablen Menschen.

Eine virologische Stellungnahme maße ich mir mangels Kenntnis nicht an. Organisatorisch hingegen wäre es jetzt an der Zeit, die Maßnahmen nachvollziehbarer, empfängerorientierter und vor allem weniger politisch und weniger kompliziert darzustellen und umzusetzen.

So wäre bis auf Weiteres eine spezielle Maskenpflicht überall dort, wo sich in Innenräumen viele Menschen ständig bewegen und kommunizieren, eine klare Ansage. Mehr nicht, aber diese eine Ansage muß für alle gelten, und kann vor allem unmissverständlich befolgt werden.

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Hotelbeschwerde – Die beste Antwort ever ;-) #116

… aber jetzt im ernst: Aufgrund der mitunter berechtigten bzw. kritischen Diskussionen über die Kunden- und Gästefeedbacks, die in öffentlichen Portalen aufscheinen, habe ich für meine Kunden und LeserInnen eine praktikable Zusammenfassung erstellt

Grundsätzlich stehen den Gästen und Kunden zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

a) Öffentliche Feedbacks über Google, Facebook, HolidayCheck oder Tripadvisor…

b) Interne Feedbacks über die eigene Website oder eigene Tools.

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Beachte diese 4 Punkte in deiner Digitalisierung nach Corona. (Gastbeitrag) #110

Was jetzt? Back to the roots. Wird alles wieder so, wie es vor Corona war oder bleibt nach diesen 15 („gottverdammten“) Monaten der Pandemie vieles anders? Fest steht: Das „Digital First“-Zeitalter hat begonnen – und es ist alternativlos. 

Welche vier Punkte wir, egal ob Touristiker, Produktionsbetrieb, Dienstleister oder Handwerker, dabei besonders beachten sollten, wiederspiegelt der interessante Gastbeitrag in der t3n, meine tägliche Lektüre gleich nach der Tageszeitung.

Viel Vergnügen in den zwei Leseminuten – klick_hier


Wenn du eine kurze Präsentation über die Digitalisierung meiner Kunden, die ich hinsichtlich Organisations- und Service-Entwicklung beraten darf, wünschst, melde dich einfach für ein kostenloses Gespräch an > www.schranz.com/termin oder vereinbare einfach unter +43 6641323374 einen Zoom-Termin.

Ich grüße dich, gsund bleiben und selektiv aber gründlich digitalisieren

Stefan

Digitalisierung – (NUR) der 3. Erfolgsfaktor für die Zukunft. #109

Klar, Digitalisierung ist derzeit, inmitten der Corona-Pandemie, das noch größere Thema, als vor 2020. Viele Jobs können schneller, gründlicher und bedeutend kostengünstiger verarbeitet werden. Vieles wird automatisch erledigt und vor allem macht es idR keinen Unterschied, ob vom Homeoffice aus, in einem Großraumbüro oder von Unterwegs aus gearbeitet wird.

Was in Zeiten derartiger „Technologie-(Akzeptanz)-Schübe“ allerdings nicht selten passiert, ist, dass andere Erfolgsfaktoren im Hintergrund verschwinden, jedoch nicht weniger wichtig bleiben. Positionierung und Fokussierung sind, branchenunabhängig, nach wie vor die zwei Erfolgsfaktoren, die in der Welle der Digitalisierung keinesfalls außer Acht gelassen werden dürfen.
Ergo: 1. Positionierung. 2. Fokussierung und erst dann spielt die Digitalisierung als Erfolgsfaktor eine große Rolle.

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What will (NOT) change in tourism in the future… #108 (Gastbeitrag, hotelkit)

Jordan Hollander, LA – founder of HotelTechReport, Surfer and Golfer – Interview with hotelkit

About rebuilding in a time when we’re not quite there yet

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Jordan Hollander, founder of the one and only hotel software platform HotelTechReport, sits down with us to gaze into the crystal ball. What will change, what will stay the same? Will we ever go back to normal and what does the future of hotel tech hold for us?

To start, maybe a topic which, unfortunately, still is super present: Coronavirus. What do you think? Will our day-to-day ever be what it was before? 

My general philosophy is that – since we’re on the subject of humans – we’re really resilient and quick to bounce back into our usual habits. But the caveat to that is each month that we’re engaging in fundamentally different behaviors than we’re used to historically, it increases the probability that we won’t go back to that reversion. I think it’s been so long now that we’ve been in quarantine, that we’ve been out of offices, that we’ve been restricted in traveling, that now we’re in a place where life will look completely different afterward. 

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Clubhouse und Zukunft Handel & Tourismus #107

Mitten aus dieser Krise kommen neue Entwicklungen hoch. Und schneller finden derzeit diese Ideen ihre Anhänger. Vielleicht, weil wir Zeit haben in den digitalen Tiefen zu stöbern. Apple darf in diesem Blog wieder einmal Pate stehen. Analog bzw. als Identitätsort, wie man in den Apple-Stores seit eh und je erleben kann, und digital (derzeit exklusiv) mit dem iPhone, wenn man ins Clubhouse will.

1. Alle reden über CLUBHOUSE.
Nur ein Hype oder das neue große Ding?

Als hätten wir mit den Sozialen Medien nicht schon genug der vielen überflüssigen Informationen ;-? Jetzt auch noch Clubhouse. Ich probier derzeit dieses neue große Ding, von dem alle reden, bei dem bis auf weiteres nur „iPhone-Menschen“ mitmachen dürfen und das auch nur, wenn sie auch eine Einladung erhalten.

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Neujahrsbrief 2021 von Stefan Schranz. #106

Mein Foto des Jahres 2020.
Mir sind sieben Interpretationen dazu eingefallen. Eine lautet: „reduce to the max.“ Und dir?

Nicht alles, aber mehr, als wir uns vor einem Jahr vorstellen konnten, bleibt anders. Phase 1 war ein „Schwarzer Schwan“, ein Ereignis, das wir für unmöglich hielten. Phase 2 ein Sommer, der, was den Tourismus und die Freiheit betrifft, unerwartet gut war. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken, weil die Menschen reisen wollen. Unstillbar die Lust auf Abwechslung und Natur, auf Berge, Wasser und Erlebnisse. Auf die magic places deiner Zeit. Und der Mon-Chéri-Effekt könnte die gut positionierten Urlaubsregionen beflügeln. Nun, mitten in der Phase 3, der wir mit Geduld und Respekt entgegnen müssen, bleibt uns der Blick nach vorne.


Ich habe seit März bei rund 100 Onlineveranstaltungen mitgemacht. Bei der größten, in der ich einen Beitrag als Referent leisten durfte, waren 780 Teilnehmer/innen. Von Hamburg bis Bozen, und alle saßen zu Hause und verfolgten, was wir mitzuteilen hatten. Wir haben gelernt Meetings und Vorträge online zu professionalisieren – Zoom, Teams und andere Plattformen haben uns viel Zeit geschenkt und viele Kilometer erspart, aber auch echte Begegnungen verwehrt. In Sachen Digital hat sich in einem halben Jahr mehr ereignet, als wir in einem halben Jahrzehnt erreicht hätten, wenn Corona uns nicht über Nacht überrollt hätte. Viel mehr Digital bleibt ab jetzt Alltag.


Zugleich hat sich die Qualität von zahlreichen persönlichen Begegnungen massiv gesteigert. Vielleicht, weil wir mehr Zeit hatten. Oder war es die Werteskala, die jede/r für sich – durch eine Reise nach innen – einem Update unterzogen hat? Deshalb schließe ich auch nicht aus, dass nach Corona die Sehnsucht nach  more of Soul-Service in den Vordergrund tritt. Service, der von innen kommt, intrinsisch und authentisch ist, und uns plötzlich erfahren lässt, dass es gut ist, wenn wir achtsam miteinander umgehen. Meine Erfahrung seit mittlerweile 40 Jahren als Dienstleister ist, dass exzellente Services an die Mitarbeiter zu transferieren eine ständige Aufgabe ist. Und ich weiß, dass das gelingt, wenn man die Sache gründlich und auch mit den richtigen Werkzeugen umsetzt. Das ist mehr Handwerk als Philosophie. Und besser konkret als abstrakt.

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Pusht Corona uns in den 4. Digital-Schub? #104

Das neue Normal, vielleicht schon ab Mitte 2021, wird in innovativen Unternehmen viel digitalisierter sein, als wir uns vor einem Jahr vorzustellen gewagt hätten. Außerdem werden wir nachher sagen, dass dieser Schub wichtig war, wenngleich wir auf fucking Corona gerne verzichtet hätten.

Seit Mitte der 80er Jahre ist die IT fixes Tool meines Alltages. Privat wie beruflich. Kurz nachdem die schweren Schreibmaschinen durch elektronische Wunderwerke der selben Gattung, zehn programmierbare Textbausteine inklusive, ersetzt wurden, hielten die Ataris und Commodores Einzug in den Alltag einiger early adopters. Und 1984, der Macintosh – mit Maus, WOW. 1985 Windows 1.0, eine Revolution nach MS-DOS. In meiner Erinnerung ereignete sich in diesen Mittachtzigern der erste große Digitalisierungsschub, der in der Gesellschaft angekommen ist. Die Thesen von Bill Gates und Steve Jobs waren damals bereits ein, zwei Jahrzehnte voraus.

Rund 10 Jahre später, der zweite Schub – eMail und Internet für jedermann. Und um die Jahrtausendwende klingelten dann die Smartphones an allen Enden und Ecken. Dieser dritte Schub, der sich langsam und vorhersehbar ankündigte, scheint heute, 20 Jahre später, nichts an Dynamik verloren zu haben.

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Die nächsten Wochen: „Stagile Organisation“ #103

Die „Stagile Organisation“ ist wie Jazz. Zuerst die Noten schwarz auf weiß, dann das agile Spiel. … so hab ich die Preservation Hall in News Orleans erlebt. Solche Konzerte sind eine geniale Blaupause für die „stagile Organisation“.

Es war Sonntag, der 15. März dieses Jahres. Tirol hat de facto eine Ausgangssperre verhängt. Über Nacht hat sich unsere Welt verändert. Organisatorisch waren die folgenden Tage für alle eine nie erprobte Situation. Entscheidungen mussten zumeist auf Basis von bestem Wissen und Gewissen schnell gefällt werden. Fakten und Prozederes waren für diesen Fall kaum zur Hand. Der Rest ist Geschichte, während am 3. Nov. „Lockdown 2“ in Kraft trat.

Zwischenzeitlich hat man mehr Erfahrung im Umgang mit der Pandemie, was dazu führt, dass dem Damoklesschwert zumindest organisatorische Maßnahmen entgegengesetzt werden können. In der Politik gleich wie in den Unternehmen. Die Führungskräfte sind gefordert, verschiedene Szenarien für die nächste Zeit – und vor allen Dingen darüberhinaus – vorzubereiten und, je nach Situation, die richtigen Papiere aus der Schublade zu ziehen oder per Knopfdruck an die Beteiligten und Betroffenen zu senden.

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„SponlineTalk“ #102

Wahrscheinlich liegt es an meiner abrupten Entspannung unter der Dusche, die auf mich wirkt, wie bei anderen Menschen eine Yogastunde:
… dass in diesen paar Minuten manchmal eine Idee daherkommt, die komisch, schrägt oder nicht selten kurz danach zum Vergessen ist, aber immer völlig unerwartet auftaucht.

So auch „SponlineTalk“. Was ist das?
Eigentlich nichts Neues. Und alles wie im richtigen Leben. Man geht durch die Stadt oder sitzt im Cafe und trifft sich spontan irgendwo und irgendwann mit irgendwem, unterhält sich ein bisschen und geht weiter. Manchmal tauscht man interessante Gedanken aus oder stellt konkrete Fragen und nimmt den einen oder anderen Tipp mit nach Hause. Selten plant man solche Begegnungen und folglich auch nicht, worüber man sprechen will.

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Gäste-Registrierung und Speisekarte auf dem Handy. #101

Reservierung, Registrierung und Online-Speisekarten alles ziemlich einfach.

Corona macht das Gastro- und Tourismus-Business nicht einfacher und stellt uns vor zusätzliche Herausforderungen. Die lückenlose Registrierung der Gäste sowie der Besucher von Veranstaltungen und die Desinfektion der Speise- und Getränkekarten sind zwei Anforderungen, die großen Aufwand verursachen können, wenn beides mit einer Zettelwirtschaft gemacht wird.

Im Zuge meiner Beratungstätigkeit habe ich für unsere Kunden drei Systeme verglichen, die in einem one-Page-Whitpaper zusammengefasst wurden. Zum kostenlosen Download – klick hier (Wir mailen den Download sicher über elopage).
Weitere, nicht von mir getestete APPs zur Registrierung:
http://www.free-key.eu
http://www.gästekartei.at

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„Online-Talk“ statt teure Werbung. #99

Willst du zB 10.000 potenzielle Kunden oder Gäste in deinem Zielmarkt erreichen, die für dein Angebot interessant sind? … und zwar schnell und mit einem 100-Euro-Inserat? Das funktioniert durch eine Kombination von Facebook & Zoom. Total digital, aber persönlicher als klassische Werbung.

Aber der Reihe nach…

Die Corona-Krise Anfang 2020 hat die Kommunikation mit Kunden, Gästen und Stakeholdern extrem schnell in das „neue Digital“ transferiert. Websites, eMails und die Sozialen Medien sind längst state of the art. Nur mit ganz wenigen Ausnahmen erscheint man ziemlich alt, wenn man darin nicht professionell aufscheint.

Das „neue Digital“ ist allerdings etwas ganz anderes. Die Live-Kommunikation über Streaming-Programme, wie ZOOM, Google Meet oder Microsoft Teams, und zwar in Kombination mit Storytelling und Live-Übertragung auf Facebook oder Youtube, ermöglicht einen experimentellen Kommunikations-Vorsprung in deiner Branche.

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«Die elektrische Luftfahrt steht heute da, wo wir vor 10 Jahren mit Elektroautos waren» #blog97

Ein Gastbeitrag von Morell Westermann im Blog von Dr. Mario Herger.

Klick Pic > Link to SRF Fokus

Denken wir nur zehn Jahre zurück – da konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Teslas zum gängigen Straßenbild gehören und Fahrleistungsrekorde der Verbrenner mühelos brechen könnten. Heute haben praktisch alle Hersteller elektrisch betriebene Fahrzeuge im Angebot oder konkret angekündigt. Die Zeit ist schnell vergangen, scheint es. Wie im Flug.

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Frohe (andere) Ostern. #93

Ostern, wie nie zuvor.
WAS BLEIBT, ist, dass es das Fest der Hoffnung ist.
WAS NEU IST, zeigt sich in vielen Facetten. Neben all den traurigen Ereignissen, den Hürden und den Bewertungen der Corona-Entwicklungen der vergangenen Tage, denen kaum eine Erfahrung zugrunde lag, gibt es auch Nebenwirkungen, die die Innovationskraft vieler Menschen zeigen.

ERFRISCHEND und auch zum Osterfest passend, zeigt sich im Titelbild das Matterhorn.
VERANTWORTLICH zeigen sich viele Menschen und Firmen, die abseits des Alltages ihre Dienste jenen anbieten, die sie brauchen. Wirklich brauchen.
TECHNISCH UP TO DATE zeigen sich viele Kirchen, die die Osterliturgie, so wie in Serfaus-Fiss-Ladis, über den TV-Kanal der Bergbahnen und via Youtube übertragen.
ANDERS ist es zu Hause, im kleineren Kreise als üblich. Es liegt auch an unserer Innovation, jetzt Ostern anders, aber trotzdem schön zu gestalten.

Ich wünsche euch frohe Ostern, dahuam

Stefan

face2web – jetzt besonders wichtig, weil… #91

Stefan Schranz über „Plan C“, die ganz anderen Optionen und face2web

Ich schreibe den Tag 17 unserer Quarantäne. Einen Tage nach der Schockstarre war meine Frage: „Was ist zu tun, wenn ein allfälliger „Plan B“ der Situation nicht gerecht wird? Wenn die Dramatik dieser Märztage alle angedachten Optionen im Jahresplan 2020 über den Haufen schmeißen?“ Geht´s dir gleich?

Es braucht jetzt viele andere Optionen, an die wir nie gedacht haben, die es jetzt zu finden gilt. Das geht, wie vor Corona auch, am besten und schnellsten, indem wir im Gespräch bleiben. Face2face. Aber jetzt halt über Monitor. Also face2web. Über Nacht – 100% – mit meinen Kunden, Partner und Stakeholder, Freunden und Kollegen.

Zwei Dinge überraschen: a) die Umstellung ging rasend schnell, zumindest bei jenen Menschen, die jetzt die Zeit vorbereiten, die „nach Corona“ kommt. b) es tauchen niegedachte Ideen auf. Eben neue Optionen.

Was sich umsetzen lässt, wird sich zeigen. In Schockstarre zu verweilen oder sich den ganzen Tag zu „verNetflixen“ ist jetzt nicht gscheit.

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